Aschewolke behindert WM

von ChessBase
19.04.2010 – Am Mittwoch soll in Sofia der WM-Kampf zwischen Weltmeister Vishy Anand und Herausforderer Veselin Topalov beginnen. Am Freitag wollte Anand über Frankfurt nach Bulgarien fliegen, doch wie viele andere Reisende wurde der Weltmeister ein Opfer des Vulkanausbruchs in Island, der den europäischen Flugverkehr zum Erliegen brachte. Anand kam nur bis nach Frankfurt, dann ging nichts mehr. Silvio Danailov, Manager von Topalov und Mitorganisator der WM, sieht darin allerdings keinen Grund, später anzufangen. Anand-Betreuer Hans-Walter Schmitt sieht Anand, der später als geplant nach Sofia kommen wird, durch die Verzögerung bei der Anreise klar benachteiligt. Dagobert Kohlmeyer berichtet.Bilder vom Vulkanausbruch...Mehr...

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Schachgenie Anand auch Opfer des Vulkans
Von Dagobert Kohlmeyer

Island sorgte 1972 durch das "Match des Jahrhunderts" zwischen Fischer und Spasski weltweit für Schlagzeilen. Auch die diesjährige Schach-WM wird durch die Vulkaninsel beeinflusst. Weltmeister Anand, der am Freitag nach Sofia zu seinem Match gegen Topalow fliegen wollte, wurde ein Opfer der Aschewolke. Von Madrid kommend, erhielt er beim Umstieg in Frankfurt/Main wie Tausende andere Passagiere ein Stoppzeichen.

Das Wochenende verbrachte der Champion in Bad Soden (Taunus), wo er eine Wohnung besitzt. Über eine Bitte Anands und des indischen Schachverbandes, den WM-Beginn auf Grund der Umstände um drei Tage zu verschieben, hat der Weltverband FIDE bislang nicht entschieden. Topalow-Manager Silvio Danailow, der auch als WM-Veranstalter involviert ist, erklärte dazu: "Wir wollen pünktlich beginnen. Warum saß Anand am Wochenende herum und tat nichts?"


Silvio Danailov. Im Hintergrund Veselin Topalov.

Jetzt ist der Inder nach Auskunft seines Betreuers Hans-Walter Schmitt auf dem Weg nach Sofia, wo er im Laufe des Dienstags erwartet wird. Laut Plan soll die WM-Eröffnungsfeier am Mittwoch stattfinden. Die erste Partie ist für Freitag angesetzt. Schmitt: "Wir forden eine Verschiebung des Wettkampfes um 3 Tage, weil Anand sonst durch seine verspätete Anreise klar benachteiligt wäre."


Hans-Walter Schmitt

Auch die deutsche Schach-Nationalmannschaft sitzt nach ihrem 6:6-Länderkampf gegen Vietnam in Hanoi fest. Bundestrainer Uwe Bönsch sagte uns heute am Montag über Skype: "Wir haben inzwischen das Hotel gewechselt. Die deutsche Botschaft und das vietnamesische Sportministerium kümmern sich um uns. Als Schachspieler bringen wir die nötige Geduld auf. Also, abwarten und vietnamesischen Tee trinken, bis sich die Aschewolke über Europa verzogen hat."

Die ChessBase GmbH, mit Sitz in Hamburg, wurde 1987 gegründet und produziert Schachdatenbanken sowie Lehr- und Trainingskurse für Schachspieler. Seit 1997 veröffentlich ChessBase auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten aus der Schachwelt. ChessBase News erscheint inzwischen in vier Sprachen und gilt weltweit als wichtigste Schachnachrichtenseite.

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